Aktuelles 2015



Arbeit im Schwarzwildgatter am 09.06.2015

Spannende Arbeiten am Schwarzwild im Saugatter Bad Berka

Eine kleine Gruppe von begeisterten Hundeführen traf sich am Sonntagmorgen um 09.00 Uhr im Saugatter von Blankenhain bei strahlendem Sonnenschein. Deswegen war es richtig, so früh anzutreten, denn bei heißer und trockener Witterung wird die Suche für die Hunde schwerer und die Arbeit unnötig anstrengend, gilt es doch hier, ihnen auf leichtem Weg zum motivierenden Erfolg zu verhelfen.

 

Nachdem Thomas Schneider, einer der 5 ehrenamtlichen Gattermeister, die Ahnentafeln, den Impfpass sowie den Jagdschein kontrolliert und die Benutzungsgebühr kassiert hatte, ging es nach ein paar Worten zum richtigen Ablauf eines Gatterbesuchs auch gleich los. Das Gatter ist insgesamt 6 ha groß und hat 2 Arbeitsgatter sowie ein Ruhegatter. Die Arbeitsgatter bieten durch unterschiedlichen Bewuchs verschiedene Schwierigkeitsgrade und können je nach Ausbildungsstand der Hunde genutzt werden.

 

Wir nutzten an diesem Tage das Gatter mit dem lockeren Nadelholzbestand in dem sich 4 Bachen versteckt hielten. Alle hier gehaltenen Sauen sind geimpft, werden regelmäßig entwurmt und sind frei von der Aujeszkyschen Krankheit. 

 

Ziel der Übungsgatter ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, Jagdhunde kontrolliert auf die Arbeit an der Sau vorzubereiten. Der Hund soll lernen, selbstständig die Sauen zu finden, zu verweisen und sie lautstark in Bewegung zu bringen.

 

Bei der Saujagd werden heute höhere Strecken gefordert, weil einerseits unsere Form der Landwirtschaft günstige Fortpflanzungsbedingungen für die Schwarzkittel schafft, andererseits aber verlangt, die Schäden, die sie verursachen, klein zu halten. Da die intelligenten Tiere gelernt haben, sich möglichst gut zu verbergen, brauchen wir geeignete Hunde, die energisch die Schwarzkittel in Bewegung bringen, ohne sich selbst dabei zu gefährden. Geübt wird immer nur mit einem Hund im Gatter und maximal 15 Minuten; mitgehen dürfen natürlich der Hundeführer, der Gattermeister und wenn in der Gruppe Leistungsrichter anwesend sind, dann auch diese.

 

Der Hund muss die Sauen in dem eingezäunten Arbeitsgatter selbstständig suchen, innerhalb von 5 Minuten finden und Standlaut geben wenn er schon das ganze kennt sollte das nicht der Fall sein wird der Hund mit der Leine an die Sauen gebracht um ihm zu zeigen was da passiert. Dann sollte er Laut gebend und sie in Bewegung bringen, wenn möglich einzelne Tiere von der Rotte trennen und mit entsprechendem Sicherheitsabstand mindestens drei Minuten dranbleiben. An der Art des Lautes ist zu erkennen, wie schnell der Hund die Sau verfolgt. Wenn er von den Sauen ablässt und von seinem Hundeführer wiederholt geschickt werden kann, wird das als gute Arbeit akzeptiert. Bis zu sechs Hunde können an einem Übungstag nacheinander arbeiten.

 

Die Hundeführer haben hier die Gelegenheit, zu beobachten, wie sich ihr Hund verhält. Zeigt er sich ängstlich und nicht bereit, durch ermutigende Unterstützung seines Herrn die Angst zu überwinden, ist klar, dass er für diese Art der Arbeit nicht geeignet ist.

Aber auch Hunde, die sich hemmungslos auf die Sau stürzen, um sie zu beißen, sind unbrauchbar, weil sie sich mit ihrem Verhalten selbst gefährden. In beiden Fällen wird die Übung sofort abgebrochen und die Hunde aus dem Gatter entfernt.

 

Die nicht aktiven Hundeführer konnten von einem ausgewiesenen Beobachtungsplatz aus die unterschiedliche Herangehensweise

der einzelnen Hunde beobachten. Thomas, unser Gattermeister, nahm sich viel Zeit für jeden einzelnen Hundeführer und gab gute, ausführliche Erklärungen zu jeden einzelnen Hunde ab. Unsere 5 GM’s zeigten unterschiedliche Leistungen auf, die  man aber bei weiteren Besuchen im Gatter ausbauen kann.

 

Der Rüde Amiro vom Brede, geführt von Pietro Brede, kannte das Gatter schon und zeigte gleich, dass er vom letzten Besuch noch einiges behalten hatte, so wusste er sofort wo die Sauen steckten, brachte Sie mit Laut auf die Läufe und machte sie schnell, dies wiederholte er mehrmals sehr gut, nur der Laut könnte noch etwas länger anhaltend sein.

 

Der zweite Hund war der von Pia Schaak die mit ihren Sohn Dennis angereist war; auch dieser junge Rüde der im Oktober erst 1 Jahr wird machte für das erste Mal eine gute Arbeit auf die man aufbauen kann. Das wichtigste aber, er zeigte keine Ängstlichkeit und ging nach ein paar Minuten auch die Sauen leicht an.

 

Der zweite Hund von Pietro kannte das Spiel auch schon und ging das ganze sehr mutig an, hier fehlte einfach noch der Laut ansonsten brachte er auch die Sauen in Schwung.

 

Auch unser Ehrenvorsitzender Karl Wichmann ließ es sich nicht nehmen mit seinem Vulkan ins Gatter zugehen und brachte seinen Rüden immer wieder erfolgreich an die Sauen und dieser belohnte es für das erste mal seinen Führer mit einer gelungen Arbeit.

 

Der 4. Hund, eine Hündin aus dem Zwinger vom Brede mit ihrem Führer Pietro, konnte für das erste Mal immer wieder an die Sauen gebracht werden und zeigte auch ein Anhaltendes Laut war aber etwas vorsichtig mit einem zu nahen Kontakt an den Sauen.

 

Der letzte Hund war auch der Älteste in unserer Gruppe. War er im Fell auch etwas kurz und die Rute zeigte keine Fahne, so war der Weimeraner mit seinem Führer Markus Mendel auch sehr vielversprechend mit dem was er im Gatter an den Sauen zeigte.

 

Wir 5 Hundeführer waren uns einig, dass es ein gelungener Tag hier im Schwarzwildgatter Blankenhain war und werden noch den einen oder anderen Besuch dorthin machen.

 

Danke sei hier nochmal dem Gattermeister Thomas Schneider gesagt für seine tolle Hilfe im Gatter. Für das Jahr 2016 sollen einige Termin für unsere Landegruppe im Terminkalender aufgenommen werden.

 von links nach rechts: Karl Wichmann, Dennis und Pia Schaak, Pietro Brede und Markus Mendel.
von links nach rechts: Karl Wichmann, Dennis und Pia Schaak, Pietro Brede und Markus Mendel.